Von Decent Work zu Guter Arbeit. Zur Bedeutung arbeitspolitischer Leitbilder

Rolf Schmucker

Der Beitrag stellt das Leitbild Decent Work der Internationalen Arbeitsorganisation dem Konzept der Guten Arbeit gegenüber, das von den deutschen Gewerkschaften entwickelt wurde. Beide Ansätze rücken die Qualität der Arbeitsbedingungen in den Mittelpunkt des arbeitspolitischen Interesses. Unterschiede zeigen sich hinsichtlich der Ausgestaltung der Konzepte. Während Decent Work auf global gültige Mindest-standards setzt, geht es bei Guter Arbeit um differenziertere Ansprüche an Arbeitsinhalte und -organisation. Dabei wird an die Debatte um die Humanisierung der Arbeit aus den 1970er und 1980er Jahren angeknüpft. Mit dem DGB-Index Gute Arbeit wird ein Befragungsinstrument vorgestellt, das die Urteile der Beschäftigten über ihre Arbeit zum Maßstab der Bewertung der Arbeitsqualität macht.

Keywords: Decent Work, Gute Arbeit, Arbeitsbedingungen, Humanisierung der Arbeit, DGB-Index Gute Arbeit

DOI: http://dx.doi.org/10.18753/2297-8224-157


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