Wenn Menschen mit Behinderung Sex haben: Auswirkungen der Sexualbegleitung auf Behinderung und Geschlecht.

Rea Pirani, Alana Raione, Nina Colijn, Rahel Grüter, Anne Schmid

Geschlecht und Behinderung sind gesellschaftliche Zuschreibungen, die in einem komplexen Wechselverhältnis zueinander stehen. Die Kategorie Geschlecht kann abgesprochen werden, wenn sie durch die Kategorie Behinderung überdeckt wird. Sexualbegleitung - als eine mögliche Auslebungsform der Sexualität- wird als Zugang zu den Aushandlungsprozessen zwischen Behinderung und Geschlecht diskutiert. Die Studie zeigt, dass das Ausleben der Sexualität zu stärkerer Identifikation mit dem eigenen Geschlecht, einem erhöhten Selbstbewusstsein, Wohlbefinden und einer erhöhten Selbstbestimmung führen kann. Sexualbegleitung kann nur dann eine Auswirkung haben, wenn der Zugang gewährleistet ist. Dabei bestehen auf institutioneller, finanzieller, infrastruktureller und persönlicher Ebene Herausforderungen.

Keywords: Behinderung, Geschlecht, Sexualität, Sexualbegleitung, Wohlbefinden

DOI: http://dx.doi.org/10.18753/2297-8224-184


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