Sozialkontrolle und Bekämpfung von politischem Extremismus: Was halten Schweizerinnen und Schweizer davon?

Silvia Staubli

In den letzten Jahren wurde viel in die Erforschung von Radikalisierung und in Massnahmen zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus investiert. Dies geht einher mit einer zunehmenden Sozialkontrolle, welche sich unter anderem in Gesetzesverschärfungen äussert. Was aber die Schweizer Bevölkerung von solchen Massnahmen hält, wurde bis anhin nur rudimentär erforscht. Relativ unklar bleibt, wie Einstellungen zur Bekämpfung von Extremismus erklärt werden können. Dieser Artikel schliesst diese Lücke indem er der Frage nachgeht, ob die Zustimmung zu einer vermehrten Sozialkontrolle die Befürwortung einer stärkeren Bekämpfung von Rechts- und Linksextremismus in der Schweiz beeinflusst. Er knüpft hierbei an die Forschung zu Sozialkontrolle und Extremismus an und stützt sich auf Daten der Studie Sicherheit 2016.

 

In the past few years, it was invested a lot on measures to combat effectively all kinds of extremism and terrorism. This has been accompanied by increasing social control, e.g. visible in stricter laws. However, the opinion of the Swiss population on such measures against extremism has only been researched rudimentary. It is not clear yet how attitudes towards combating extremism can be explained. This article closes this gap by elaborating on the question whether or not the approval of an intensificaton in social control affects the support for a stronger combat of left- and right-wing extremism. It builds on prior research on social control and extremism and analyzes data of the study Sicherheit 2016.

Keywords: Sozialkontrolle, politische Einstellung, Linksextremismus, Rechtsextremismus, Schweiz

Vol: 2/2019 - Article 2.5

DOI: http://dx.doi.org/10.18753/2297-8224-137


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